Spammail des Tages

Nicht nötig zu kommentieren, dafür mit *.exe-Virus im Anhang:

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Herunterladen von Filmen, Software und MP3s ist illegal und wird mit bis zu 5 Jahren Freiheitsentzug bestraft.
Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass Ihr Rechner unter der IP 212.227.116.110 erfasst wurde.
Ihre Daten wurden uns von Ihrem Provider zu Verfügung gestellt und eine Strafanzeige wurde erlassen.
In dem angeführten Anhang finden Sie die Strafanzeige mit dem Aktenzeichen Nr.:# 130067
Drucken Sie diese bitte aus und faxen Sie diese mit einer Stellungname an uns zu.
Eine Kopie der Strafanzeige wird Ihnen in den nächsten Tagen schriftlich zugestellt.

Hochachtungsvoll
i.A. Jürgen Stock

Bundeskriminalamt BKA
Referat LS 2
65173 Wiesbaden
Tel.: +49 (0)611 – 55 – 12331
Fax.: +49 (0)611 – 55 – 0

» 31. Januar 2007
» Netzkultur
» » 3 Kommentare
Wer braucht schon Ampeln?

» 31. Januar 2007
» Merkwürdigkeiten
» Kein Kommentar
[Mix] Gabriel Ananda Essential Mix @ Radio 1, 21.1.2007

Der König der verträumten Arpeggien im Essential Mix:

» Set runterladen…

» 24. Januar 2007
» Klang, Mixtapes
» » 1 Kommentar
Wir lieben Lebensmittel

… und ich Realsatire!

Der EDEKA “Song”

(via Superheldenclub)

» 16. Januar 2007
» Klang, Merkwürdigkeiten
» » 1 Kommentar
iPhone Usability

» 12. Januar 2007
» Design, Mac
» » 2 Kommentare
27.01.07: Gipfeltreffen #2 @ Wendenstrasse, Hamburg

Schöne Location, günstiger Eintritt, günstige Getränke, symphatisches Publikum, ein guter Zweck und ein Drum and Bass Dj-Set von mir.

Meine Empfehlung für den Samstag Abend am 27.01. in Hamburg!

» 9. Januar 2007
» Netzkultur
» Kein Kommentar
M-Audio Conectiv & Torq Review

Die DJ-Kultur erlebt aufgrund der technologischen Entwicklung zurzeit einen radikalen Umbruch. Digitales Djing, Liveremixing und MP3-Shops tragen der technologischen Entwicklung Rechnung.

Da ich nicht zu den ewig Gestrigen gehöre, sondern gerne neue Möglichkeiten nutze, habe ich mich zum Kauf von M-Audios Conectiv & Torq (inkl. Vinyls) entschieden.

In Foren wird momentan heiß über das Gerät diskutiert und es tauchen viele Fragen auf. Deswegen im Folgenden ein kleines Review:

Lieferumfang

Die Conectiv Vinyl Version kommt in einer etwa Schallplattengrossen Kiste ins Haus geflogen und enthält das Nötigste, was man zur Verkabelung und fürs Auflegen braucht:
- Conectiv Audiointerface
- USB-Kabel
- 2x Timecode Vinyl
- 2x Timecode CD
- CD mit Treiber und Torq DJ-Software

Damit erklärt sich auch, warum Conectiv so vergleichsweise günstig ist. Das USB-Kabel ist recht kurz gehalten, es fehlt ein gedrucktes Handbuch, es liegen keine Cinch-Kabel bei und ein externes Netzteil fehlt. Bis auf letzteres nicht weiter tragisch, da eigentlich in jedem gut geführten Haushalt genug Kabel rumschwirren.

Mich stört auch das fehlende Netzteil nicht, da ich komplett auf Digital umgestiegen bin, wer aber ab und zu seine Plattenspieler analog durch das Interface durchschleifen will ohne sein Notebook anzuschalten, der hat Pech gehabt oder muss sich ein Universalnetzteil besorgen.

Installation & Hardware

Die Installation ist denkbar einfach:
1. Treiber installieren
2. Torq installieren
3. Conectiv ans Notebook anstecken
4. Plattenspieler an Conectiv anschließen
5. Conectiv-Out in die Mixer Line-Ins einstecken
6. fertig!

Der Aufbau bzw. Abbau sollte sich auch im laufenden Clubbetrieb leicht handlen lassen. Das Interface macht einen robusten Eindruck und sollte den ruppigen Clubgegebenheiten sicher trotzen.

Interface

Die Bedienoberfläche von Torq ist gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich darauf eingestellt hat, sehr intuitiv und gut zu bedienen. Farblich lässt sie sich über diverse Skins anpassen.

Pro Deck gibt es die üblichen Funktionen, wie Loops, Trackanzeige, Cuepoints, usw, wie das folgende Bild zeigt.

Die Anzeige der Tracks ist meiner Meinung nach sehr gelungen, da man stets weiss, wo man ist und auf Breaks schnell genug reagieren kann.

Leider ist der Vollbildmodus kein wirklicher Vollbildmodus a la Ableton oder Traktor, da das Fenster nur auf dem Schreibtisch vergrössert wird. Ich hoffe hier besser M-Audio noch nach.

Mixing

Es gibt zwei grundsätzliche Modi zum Mixen mit Torq:

1. Der Interne Modus ohne Kontrollvinyls oder –CDs funktioniert wie bei Traktor. Der interne Mixer ersetzt den externen und per Pitchknöpfen oder automatischem Beatmatching sitzen die Tracks an der richtigen Stelle. Vorhören kann man über das Conectiv-Interface, bei dem sich die Kopfhörereinstellungen über Potis steuern lassen. Für ne Privatparty ohne Decks sicher eine nette Sache.

2. Spannender wird’s beim Modus mit externer Steuerung über Control-Vinyls oder –CDs:
Das Handling ist „wie echt“. Man hat das Gefühl eine „reale“ Schallplatte zu spielen. Scratchen oder Rewinds sind für Torq keine Hürde. Über einen „Quickscratch“-Knopf kann man sich per einem Klick ein Sample auf eines der Decks legen und losscratchen.

Da es bei der externen Steuerung kein automatisches Beatmatching gibt (würde auch logisch gedacht keinen Sinn machen) ist hier Handarbeit angesagt. Eine nette Hilfe ist dabei die Taktraster der Trackanzeige, bei denen man direkt sieht, ob ein Track aus dem Ruder läuft.

Ärgerlich ist, dass sich im externen Modus der interne Mixer nicht verstecken lässt. Da das aber eins der meistgewünschten Features im Torqforum ist, wird das sicher in Kürze eingebaut.

Datenbank

Neben dem Interface ist die Datenbank das wichtigste Feature, um im Club die Übersicht über seine Tracksammlung zu behalten, die mit einer genügend großen Festplatte mehrere Tausend Tracks umfassen kann.

In der Datenbankansicht in Torq werden die wesentlichen Informationen, wie Trackname, Künstler, Länge, BPM, etc… angezeigt. Beim Importieren werden die Tracks automatisch analysiert, was ein bisschen dauern kann.

Torq bietet mehrere Möglichkeiten zur Sortierung seiner Sammlung: Man kann sich wie im Dateimanager eine Ordnerstruktur anlegen, die durchforstet wird oder nutzt die iTunes Anbindung. Über Playlists lassen sich DJ Sets noch mal gesondert zusammenstellen.

Dj-Sessions werden übrigens geloggt. Ein nützliches Feature, falls mal wieder einer der üblichen Verdächtigen nach einer Tracklist eines Mixes fragt.

Und wer dabei noch die Übersicht verlieren sollte, nutzt einfach die integrierte Suche, die schnell und effektiv das findet, was man sucht.

Bei falsch formatierten ID3 Tags kann es dazu kommen, dass nur der erste Buchstabe angezeigt wird. Das ist aber nur in Ausnahmen so und M-Audio wird da hoffentlich noch nachbessern.

Effekte

Die Effektsektion umfasst 10 Effekte, die sich auf jeweils 3 Slots für das jeweilige Deck verteilen lassen. Vom Flanger bis zum Beatzerhacker ist das übliche Repertoire vertreten.

Qualitativ überzeugend sind die rhythmischen Effekte, während das Reverb im Vergleich zum Produktionsstandart ziemlich „hölzern“ klingt. Für den Club sollte es allerdings ausreichen. Wer sich trotzdem noch seine teuren Supereffekte rein laden will, kann dazu die VST-Schnittstelle nutzen.

MIDI-Funktionalität



Torq bietet die Möglichkeit, die meisten Funktionen via MIDI zu steuern. Die Einrichtung ist sehr einfach. Einfach Rechtsklick auf die Funktion und Controller Mididaten senden lassen. Die Reaktion auf externe Befehle erfolgt direkt und butterweich. Mir fehlt allerdings noch eine Soft-Takeover-Funktion.

Ich empfehle auf jeden Fall einen externen Controller, da mit einem persönlichen Midimapping die Post abgeht. Loops triggern, Effekte steuern oder Samples über den integrierten 8-Slot-Sampler abfeuern werten ein DJ-Set immens auf.

Rewire

Groß angepriesen und groß enttäuscht. Das Rewire-Feature ist das einzige, was mich an Torq bzw. der Ankündigung ärgert, denn wirklich nutzbar ist es nicht.

Torq wird im Rewire-Modus, z.B. mit Ableton, als Slave geführt. Das hat mehrere Nachteile:
1. Das Tempo lässt sich nur vom Host, also Ableton, kontrollieren.
2. Die externe Steuerung via Controlvinyls ist nicht möglich. Torq funktioniert im Rewire-Modus nur mit dem internen Mixer.

Schade, denn ich hätte Torq gerne mit den Live-Funktionen von Ableton verbunden und dabei die Plattenspielerkontrolle genutzt.

Fazit

Torq ist ein hochwertiges DJ-System mit netten Zusatzfunktionen, die ein DJ-Set beleben können. Die Datenbank ist übersichtlich und das Handling „wie in echt“. Mit dem Programm ist digital auflegen kreativ und macht Spaß!

Da Torq erst in der Version 1.0.2 verfügbar ist, verschmerze ich die paar Mankos, was Bedienung und Interface angeht und vertraue der guten M-Audio Updatepolitik.

Weitere Informationsquellen:
- M-Audio Produktseite
- Das offizielle Torq-Forum
- Weitere Links zu Torq & Conectiv

» 7. Januar 2007
» Klang, Mac, Misc
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