Jetzt ist es soweit: dieser Blog hat seinen Dienst getan und darf in Rente. Seit 2005 habe ich hier Fundstücke gesammelt, meine Musik präsentiert und über Politik geschimpft.
Der Mangel an Zeit und vor allem aber die Vernetzung im Social Web lassen einen autarken Blog als wenig sinnvoll erscheinen. Stattdessen wird an dieser Stelle ein sogenannter “Newsroom” entstehen, der meine Aktivitäten, Nachrichten und die Musik zusammenfasst.
Also: Tschüß!
#1 – Gespräche immer mit “Was machen Sie beruflich?” beginnen.
#2 – Hilf dir selbst.
#3 – Schuld sind “die da unten” und früher war tatsächlich alles besser.
#4 – Bringen Sie Ihre Gäste auf Ihrer Cocktailparty mit Themen wie Atomkraft, Adresshandel und privater Krankenversicherung in Stimmung.
#5 – Probieren Sie doch mal eine pfiffige Kombination aus schwarzer Bluse und gelbem Nickituch.
Das scheint mir nützlich zu sein:
“Das Programm durchsucht die ARD-, ZDF-, Arte und 3Sat-Mediathek, lädt Beiträge mit einem Programm eigener Wahl und kann Themen als Abos anlegen und neue Beiträge automatisch downloaden. Es gibt auch eine einfache Möglichkeit, Podcasts zu Downloaden.”


Auf das Gerät war ich ja schon länger scharf. Nun habe ich in einem Anfall von Aktionismus einfach mal zugegriffen. Für weniger Spontane im Folgenden ein kleines Review:
Anwendungsgebiet
Der Faderfox DX2 ist ein Controller für ein klar umrissenes Einsatzgebiet. Er ist gedacht für DJs, die wie ich digital auflegen und auch mal die Timecode-Platten links liegen lassen, dabei aber auf Anfassbares stehen.
Sprich: Externer Mixer + Zugriff auf Playback, FX und Loops via Controller.
Hardware

Das Gerät ist etwa so gross wie eine DIN A6 Postkarte und liegt angenehm leicht, aber mit Clubtauglicher Schwere in der Hand. Alle Knöpfe und Potis sind vernünftig gross und haben klare Druckpunkte bzw. eine angenehme Haptik. Die Verarbeitung ist robust. Der Faderfox ist damit bestens für Transport und raue Clubsituationen geeignet.
Das Panel ist übersichtlich in zwei (bzw. über Sekundärfunktion vier) Kanäle gegliedert. Alle Elemente für Playback, Pitch, Loops und FX sind übersichtlich angeordnet und optisch für düstere Clubs getrennt.
Dem Gerät liegt kein externes Netzteil bei. Mit einer Betriebsdauer von bis zu 100 Stunden im Batterieeinsatz braucht man das aber auch nicht unbedingt. Zumal es ergonomisch auch wenig Sinn macht, den mobilen Controller an ein Stromkabel anzubinden.
Statt USB setzt Faderfox auf MIDI. Eine Soundkarte mit MIDI-Eingang ist also notwendig.
Praxis
Über die Faderfox Website können vorkonfigurierte MIDI-Settings runtergeladen und per Import in Traktor / Traktor Pro eingebunden werden. Ist das erledigt, kann es auch schon losgehen. Simpel!
Wer kompliziertere Setups möchte kann sich übrigens alle Potis und Knöpfe frei belegen und über Sekundärfunktion sogar doppelt.
Im Praxiseinsatz funktioniert das Gerät erstaunlich gut und einfach. Wenn man die Bedienelemente im Kopf hat, macht das Gerät eine Menge Spass. Ein Griff zum Notebook ist eigentlich kaum noch notwendig. Alle Aktionen am Gerät werden tadellos und reibungslos von Traktor angenommen.
Fazit
Wer mit Traktor Pro auflegt, einen externen Mixer nutzt und wem die digitale Welt über die Timecodevinyls hinaus nicht suspekt ist, der bekommt mit dem Faderfox DX2 sicher einen der besten Controller. Das Gerät ist perfekt auf Traktor und mit Hamburger Qualität auf den Clubeinsatz zugeschnitten. Der hohe Preis von 250 Euro ist sicher eine Hürde, aber dafür bekommt man robuste Haptik, die Spass macht.
Mehr Informationen
» Faderfox DX2 Produktwebsite
Lieber Einzelhandel, wenn du mit deinen Kunden Geld verdienen möchtest, stelle dich bitte auf die Zeiten ein, an denen diese können.
Montag, Dienstag und Donnerstag von 14 -18 h oder werktags von 10 – 18:30 h sind denkbar ungünstige Zeiten an denen die arbeitende Bevölkerung in Musiktechnik investieren kann.
Muss ich zwangsläufig wieder beim Online-Riesen bestellen und mich über die Lieferzeiten ärgern.
Na HIER natürlich.
Der Grund, warum Popmusik so austauschbar klingt: KLICK
Harhar.
“Machen Sie es lebendig, packen Sie den Schmerz in den Titel. Der Betrachter muss die Werbebotschaft ‘fühlen’ können. Und machen Sie es prägnant” waren die Anweisungen des Art-Direktors.
Horst, Junior-Werbetexter, war mit seiner Lösung durchaus zufrieden.


Köstlich!
Oh, sieh an! Zum Jahreswechsel hat M-Audio es geschafft seine DJ-Software zu überarbeiten. Mit über einjähriger Verspätung! In dieser Zeit hat sich der Markt der digitalen Auflegesysteme rasant weiter entwickelt und mit Traktor Pro ein neues Flagschiff bekommen.
Insofern sind Interface und die neuen Features von Torq 1.5 keineswegs mehr innovativ, was ja der Reiz der ersten Torq-Versionen war. M-Audio hat zumindest eindrucksvoll erwiesen, wie man erfolgreich Marktanteile verlieren kann.
“M-Audio is pleased to announce the immediate availability of Torq® 1.5 DJ software for Mac OS X and Windows. Torq 1.5 brings even more creative options to the only digital DJ workstation designed to merge live DJ performance and advanced music production. New features in Torq 1.5 software include Tempo Anchors, Tempo Master, zplane élastique time stretching, send/receive MIDI Clock, a new toolbar and a variety of workflow enhancements. Torq 1.5 DJ software takes DJs beyond simple beat matching and crossfading by offering a host of real-time creative options previously unavailable in the industry.”
… gibt es weder in der ARD, noch auf Spiegel Online und schon gar nicht bei RTL, sondern mit beeindruckenden Photos beim Boston Globe:
» Jahresrückblick Teil 1
» Jahresrückblick Teil 2
» Jahresrückblick Teil 3
Unbedingt auch die anderen Photostrecken dort ansehen!
Gerade das Update auf die Version 1.0.2 installiert, werkelt man schon am kommenden Update auf die Version 1.0.3. Behebt das erste Update akute Fehler, liefert das zweite Update weitere Features nach. Einige davon sehnlichst von der Community gewünscht.
Großes Lob an Native Instruments für die transparente und schnelle Updatepolitik. Dort merkt man, dass das Feedback der User in die Entwicklung der Produkte mit einfliesst. So sieht für mich guter Kundenservice und auch gutes After-Sales-Marketing aus.
Update 1.0.3:
Neue und erweiterte Funktionen:
* Neuer “Advanced Relative Mode” (Skip-To-Start und Zero-Sticker-Drift für Vinyl, Unterstützung von Search und Loop-Tasten bei CD-Decks)
* High-Resolution 14 Bit MIDI-Unterstützung
* Neuer Timestretching-Algorithmus (tbc)
* Neuer “Manual”-Clockmode für manuelle Zuweisung von Master und Slave-Decks
* Synchro-Start
* Einstellbare Pitch Bend-Empfindlichkeit
* Modifier für Tastatur-Shortcuts
* Neuer 10%-Bereich für Tempo-Slider (passend für diverse CD-Decks wie CDJ etc.)
* Option zum Entfernen Traktor-spezifischer Tags in Musik-Dateien
* Option zum physikalischen Löschen von Tracks im Browser
* Neuer “History Archive”-Eintrag im BrowserFixes:
* Timecode-Input im Internal Playback-Modus komplett deaktiviert
* Diverse weitere Fixes


